Was ein Verkauf dem Vermittler einbringt
Eine Provision ist ein Prozentsatz des Verkaufsbetrags — trivial zu rechnen, aber die Basis, die Steuer und die Frage, wer sie trägt, machen aus derselben Zahl sehr unterschiedliche Beträge. Der Rechner gibt die Provision auf einen Betrag und einen Satz; die Abschnitte darunter behandeln den Rest.
Die Formel
Rechenbeispiel: 250.000 € zu 3%
- Provision: 7.500 €
- Beim Verkäufer bleiben: 242.500 €
Die Basis entscheidet
| Satz | Basis | Provision auf 250.000 € |
|---|---|---|
| 3% | Verkaufspreis | 7.500 € |
| 3,57% (3% + 19% USt) | Verkaufspreis, brutto ausgewiesen | 8.925 € |
| 10% | Rohertrag bei 30% Marge (75.000 €) | 7.500 € |
| 3% | Nur der Anteil über 200.000 € | 1.500 € |
Drei Prozent vom Umsatz und zehn Prozent vom Rohertrag sind hier gleich viel — bei einem Verkauf mit dünner Marge wären sie es nicht. Gestaffelte Provisionen, die nur auf den Betrag über einer Schwelle zahlen, sehen auf dem Papier hoch aus und bringen wenig.
Immobilien: die Provision in Deutschland
Seit Dezember 2020 muss der Verkäufer einer Wohnimmobilie mindestens die Hälfte der Maklerprovision tragen; die übliche Gesamtprovision liegt bei 5% bis 7,14% inklusive Umsatzsteuer, also 2,5% bis 3,57% je Seite. Auf 250.000 € zahlt der Käufer damit bis zu 8.925 € — Geld, das keine Bank mitfinanziert.
Handelsvertreter und Umsatzsteuer
Ein selbständiger Handelsvertreter stellt seine Provision mit 19% Umsatzsteuer in Rechnung: 7.500 € netto werden 8.925 € brutto, die Steuer zieht der Auftraggeber als Vorsteuer ab. Nach § 87 HGB entsteht der Anspruch mit dem Abschluss, fällig wird er mit der Ausführung — bei Stornierung des Geschäfts entfällt er.
Was der Rechner nicht enthält
Umsatzsteuer, Staffeln und Schwellen, Rückbelastungen bei Storno und die Aufteilung zwischen Käufer und Verkäufer.
Verwandte Rechner
- Maklerprovision mit Umsatzsteuer — der Immobilienfall im Detail
- Margen-Rechner — die Basis, wenn auf den Rohertrag provisioniert wird
- Mehrwertsteuer-Rechner — netto und brutto