Marge und Aufschlag sind nicht dasselbe
Ein Produkt kostet 600 € im Einkauf und wird für 1.000 € verkauft. Die Marge ist 40%, der Aufschlag 66,7% — zwei Prozentzahlen für denselben Gewinn von 400 €, und wer sie verwechselt, kalkuliert Preise systematisch zu niedrig. Der Rechner gibt beide aus.
Die Formel
Rechenbeispiel: 1.000 € Umsatz, 600 € Kosten
- Gewinn: 400 €
- Marge: 40% des Verkaufspreises
- Aufschlag: 66,7% auf den Einkaufspreis
Die Umrechnung
| Aufschlag auf Kosten | Marge vom Umsatz |
|---|---|
| 25% | 20% |
| 50% | 33,3% |
| 66,7% | 40% |
| 100% | 50% |
| 300% | 75% |
Die Marge kann 100% nie erreichen; der Aufschlag kennt keine Grenze. Wer eine Zielmarge von 40% mit einem Aufschlag von 40% ansteuert, landet bei 28,6% Marge — auf 1.000 € Umsatz fehlen 114 €.
Bruttomarge und was danach kommt
Die 40% hier sind die Rohertragsmarge: Umsatz minus Wareneinsatz. Davon gehen Miete, Personal, Marketing und Verwaltung ab, bevor die operative Marge übrig bleibt — im deutschen Einzelhandel typischerweise 2% bis 5%, in der Softwarebranche 20% und mehr. Eine Rohertragsmarge von 40% ist im Handel gut, in der Industrie normal und für Software niedrig.
Mehrwertsteuer gehört nicht in die Rechnung
Marge wird auf Nettopreise gerechnet. Verkauft man für 1.000 € netto, stehen 1.190 € auf dem Bon; die 190 € sind durchlaufende Umsatzsteuer und kein Umsatz. Wer den Bruttopreis einsetzt, überschätzt die Marge: aus 40% werden scheinbar 49,6%.
Was der Rechner nicht enthält
Mengenrabatte, Retouren und Skonti, die den realen Umsatz senken, und die Betriebskosten unterhalb des Rohertrags.
Verwandte Rechner
- Aufschlag-Rechner — vom Einkaufspreis zum Verkaufspreis
- Rohertragsmarge — dieselbe Kennzahl auf Unternehmensebene
- Break-even-Rechner — wie viel Marge die Fixkosten deckt