Kasse, Tresor oder Sparbüchse zählen
Bargeld von Hand zu zählen geht auf vorhersehbare Weise schief: Die Scheine werden richtig gezählt und falsch multipliziert, meist bei den Stückelungen, die man am seltensten sieht. Dieser Rechner übernimmt das Multiplizieren und Addieren und zeigt neben dem Betrag die Stückzahl, damit sich beides gegen eine Handzählung prüfen lässt.
Die Formel
Beispiel mit den Voreinstellungen
| Nennwert | Stück | Betrag |
|---|---|---|
| 10 € | 40 | 400 € |
| 20 € | 25 | 500 € |
| 50 € | 12 | 600 € |
| 100 € | 6 | 600 € |
| Summe | 83 | 2.100 € |
Vier Stückelungen liefern hier ähnliche Beträge aus völlig unterschiedlichen Stückzahlen. Genau deshalb sind Stück zählen und Geld zählen zwei getrennte Vorgänge, und deshalb kann eine Kasse betraglich stimmen und in der Zusammensetzung falsch sein.
Der Durchschnittsschein als Kontrolle
2.100 € auf 83 Scheine ergeben im Schnitt 25,30 €. Das ist eine schnelle Plausibilitätsprüfung: Eine Ladenkasse liegt meist deutlich darunter, ein Bankbündel weit darüber. Liegt der Schnitt außerhalb des Erwartbaren, steht eine Stückelung in der falschen Zeile.
Kasse gegen Umsatz abstimmen
Die Zählung beantwortet, was in der Lade liegt. Der Abgleich fragt, ob das zum Sollbestand passt: Wechselgeld plus erfasste Umsätze minus Auszahlungen.
Bei einer Differenz zuerst die zwei häufigsten Ursachen prüfen — ein Verkauf auf die falsche Zahlart gebucht und Wechselgeld aus einem Schein, der nie erfasst wurde. Beide hinterlassen einen falschen Betrag bei plausibler Stückzahl, weshalb Nachzählen sie nicht findet.
Einzahlung bei der Bank vorbereiten
Banken erwarten nach Stückelung sortierte, gleich ausgerichtete Scheine, üblicherweise gebündelt. Ab bestimmten Beträgen greift zudem das Geldwäschegesetz: Bareinzahlungen ab 10.000 € verlangen einen Herkunftsnachweis, bei Nichtkunden bereits ab 2.500 €.
Münzgeld wird getrennt und häufig nach Gewicht statt nach Stück abgerechnet, weshalb es sich anders abstimmt als Scheine.
Wechselgeld festlegen
Eine Kasse braucht genug kleine Stückelungen, um durch die Stoßzeit zu kommen, ohne nachgefüllt zu werden. Der Betrag zählt dabei weit weniger als die Zusammensetzung: 200 € in Hundertern sind nutzlos, dieselben 200 € in Fünfern, Zehnern und Münzen sind eine arbeitsfähige Kasse.
Legen Sie das Wechselgeld deshalb in Stückzahlen fest, nicht als Summe. „Vierzig Fünfer, zwanzig Zehner" übersteht eine Schicht, „200 €" nicht.
Bei bargeldintensiven Betrieben
Wo viel Bargeld läuft, wird zweimal gezählt: einmal zum Schichtende durch die Person an der Kasse, einmal durch eine zweite Person vor der Einzahlung. Beide Ergebnisse werden getrennt festgehalten, denn eine einzelne Zählung durch die verantwortliche Person ist keine Kontrolle.
Über die Zeit zählt nicht die einzelne Differenz, sondern das Muster. Regelmäßige kleine Fehlbeträge auf einer Schicht sind ein anderes Problem als zufällige Schwankungen über alle Schichten, und nur ein Zählprotokoll zeigt, welches von beiden vorliegt.
Was der Rechner nicht kann
Währungen mischen — alle Zeilen sind in einer Währung, eine Lade mit Euro und Franken braucht zwei Durchgänge. Und er sagt nicht, ob ein Schein echt ist; das kann keine Rechnung.
Welche Eingabe am meisten wiegt
Erhöhen Sie anzahl 1 um 10%, von 5 auf 5,50, und das Ergebnis verschiebt sich von 1.900 € auf 1.950 € — um +2,6%. Das markiert das zuerst zu prüfende Feld.
Jede Stückelung, Scheine getrennt von Münzen
Der Rechner führt eine Zeile je Stückelung im Umlauf, vom 500-Euro-Schein bis zum Cent, sodass Sie Stückzahlen statt Werte eingeben. Das Ergebnis trennt Scheine von Münzen, denn so wird eine Kasse tatsächlich abgestimmt: Scheine gehen gebündelt zur Bank, Münzgeld getrennt und oft nach Gewicht.
Im Beispiel oben stecken die gesamten 2.100 € in Scheinen. Kommen 30 Zwei-Euro-Stücke und 25 Fünfziger dazu, steigt die Summe auf 2.172,50 € — davon 72,50 € in 55 Münzen, die mehr wiegen als die 83 Scheine.
Verwandte Rechner
- Währungsrechner — wenn mehr als eine Währung in der Lade liegt
- Prozentrechner — zum Abgleich einer Differenz mit dem Umsatz
- Budgetrechner — für Haushaltskasse statt Ladenkasse