So nutzen Sie den Sparquoten-Rechner
Geben Sie ein, wie viel Sie im Monat gespart haben, und Ihr verfügbares Einkommen - Sie erhalten die Sparquote in Prozent. Es ist wohl die wichtigste Kennzahl der Privatfinanzen, aussagekräftiger als das Einkommen, weil sie misst, was Sie behalten.
Die Zahlen im Beispiel
Bei den Standardeinstellungen:
- Ersparnis pro Monat: 7.000 €
- Verfügbares Einkommen pro Monat: 35.000 €
Rechenbeispiel mit den Startwerten
7.000 gespart bei einem verfügbaren Einkommen von 35.000 ergibt eine Sparquote von 20 Prozent. Genau darauf zielt die 50/30/20-Regel ab, und aufs Jahr gerechnet sind es 84.000 - noch vor jeder Rendite.
Netto statt brutto
Im Nenner steht das verfügbare Einkommen, also das, was nach Steuern und Abgaben tatsächlich ankommt. Mit dem Bruttoeinkommen wirkt die Quote künstlich niedrig und lässt sich nicht mehr mit den üblichen Richtwerten vergleichen.
Die Tilgung gehört in den Zähler
Hier verschenken die meisten Punkte: die Tilgung ist Sparen und kein Konsum, denn das Geld wandert lediglich vom Konto ins Eigenkapital. Der Zinsanteil dagegen ist reiner Aufwand. Teilen Sie die Rate auf, und das Bild wird zutreffend.
Auch erzwungenes Sparen zählt
Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge erreichen das Girokonto nie, sind aber echtes Sparen. Führen Sie ruhig zwei Quoten: eine für das, was Sie selbst steuern, und eine Gesamtquote, die den vollständigen Vermögensaufbau abbildet.
Welches Niveau ist gut?
Zwanzig Prozent gelten als verbreiteter Richtwert, das passende Niveau hängt aber von Alter, Einkommen und Zielen ab. Wichtiger als eine exakte Zahl ist, dass die Quote über die Jahre steigt. Ein Prozentpunkt pro Jahr wird zur stillen Vermögensmaschine.
Am Anfang schlägt die Quote die Rendite
Bei kleinem Vermögen dominieren die Einzahlungen, die Rendite fällt kaum ins Gewicht. Erst nach vielen Jahren übernimmt der Zinseszins die Hauptrolle. Wer beginnt, sollte seine Energie deshalb in die Quote stecken und nicht in die Jagd nach Zehntelprozenten Rendite.
Dort erhöhen, wo es kaum wehtut
Die einfachste Steigerung: die nächste Gehaltserhöhung vollständig ins Sparen lenken - Geld, an das man sich nie gewöhnt hat, fehlt auch nicht. Fast ebenso einfach ist ein Dauerauftrag zum Gehaltseingang, damit gespart wird, bevor konsumiert wird.
Die Quote ist ein Maß für Freiheit
Sie bestimmt, wie schnell ein Notgroschen entsteht und wie viele Jahresausgaben Ihr Kapital später deckt. Von zehn auf zwanzig Prozent zu gehen halbiert die Zeit bis zu jedem finanziellen Ziel - gleiches Einkommen, doppeltes Tempo. Dieser Zusammenhang gilt unabhängig von der Höhe des Einkommens und lässt sich mit einem einzigen Dauerauftrag in Gang setzen. Mehr braucht es für den Anfang nicht, und mehr Aufwand entsteht später auch nicht.
Häufige Fehler
Auf das Bruttoeinkommen zu rechnen, die Tilgung zu vergessen und einen einzelnen guten Monat zu messen. Nehmen Sie einen typischen Monat oder den Quartalsdurchschnitt - sonst messen Sie Zufall statt Gewohnheit. Gewohnheit baut Vermögen auf, nicht der einzelne gute Monat.
Vierteljährlich verfolgen
Berechnen Sie die Quote viermal im Jahr und notieren Sie sie neben Ihrem Nettovermögen. Zwei Zahlen, zehn Minuten - und nach wenigen Jahren haben Sie das klarste Bild Ihrer Finanzen, das eine Tabelle liefern kann. Die Sparquote ist zudem die einzige finanzielle Kennzahl, die Sie noch am selben Tag verbessern können, an dem Sie sich dazu entschließen.